Die Geschichte vom Adventskranz

Johann Hinrich Wichern (1808-1881) – Erfinder vom Wagenrad zum Adventskranz

Johann Hinrich Wichern lebte in Hamburg und war dort als evangelischer Theologe, Pädagoge und Mitbegründer der „Inneren Mission“ tätig. Die Innere Mission gilt als Vorläuferin der heutigen Diakonie, als soziale Arbeit der evangelischen Kirchen.  Zusammen mit Hamburger Bürgern gründete er außerdem das „Rauhe Haus“, eine Einrichtung für Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen. Das Schicksal vieler verwahrloster Kinder lag ihm besonders am Herzen.  

Um den ungeduldig wartenden Kindern die Zeit bis Weihnachten angenehmer zu gestalten, verwendete er 1839 ein Wagenrad, auf dem er vier weiße Kerzen für die Adventssonntage und dazwischen kleine, rote Kerzen für die Wochentage befestigte. So war es möglich, jeden Tag in der Adventszeit eine Kerze anzuzünden und dadurch die Zahl der Tage bis Weihnachten anschaulicher zu machen. Gleichzeitig lernten die Kinder dabei auch das Zählen.

Als sogenannten „Wichernkranz“ wird die von ihm erfundene Urform des Adventskranzes bezeichnet. Erst ab dem Jahr 1860 wurde es Sitte, das Wagenrad zusätzlich mit Tannengrün zu schmücken. Der Adventskranz war geboren. Er hielt zunächst Einzug in den evangelischen Gemeinden, ab 1925 auch in den katholischen, mit vier Kerzen für jeden Adventssonntag eine.

Der Brauch ist inzwischen weltweit verbreitet. Der Adventskranz erhellt mit seinem Kerzenschein die Zeit bis Weihnachten und steht für das Licht, das den Menschen zu Weihnachten geschenkt werden soll.

Gaby Schneuing

 

Bildquelle:
wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4a/Johann_Hinrich_Wichern.jpg/170px-Johann_Hinrich_Wichern.jpg
wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6d/Wichern_Adventskranz_originated_from_Germany.jpg/220px-        Wichern_Adventskranz_originated_from_Germany.jpg                                         

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